Revolutionärer 1. Mai 2012

An der dritten Revolutionären 1. Mai-Demonstration in Karlsruhe beteiligten sich am Dienstag bis zu 300 Menschen. Unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus“ zog die Demonstration im Anschluss an die DGB-Demonstration und Kundgebung vom Werderplatz in die Karlsruher Innenstadt. Schwerpunkt der diesjährigen Mobilisierung war die Kritik an der Abwälzung der Krisenlasten auf die lohnabhängige Bevölkerung und Perspektiven einer linken Organisierung.

Auf ihrem Weg durch die Stadt skandierten die DemonstrantInnen lautstark Parolen gegen Krise, Krieg und für eine klassenlose Gesellschaft. Die Redebeiträge auf Zwischenkundgebungen auf dem Werder-, Ludwigs- und Marktplatz thematisierten die Krise und ihre Auswirkungen sowie den fortschreitenden Sozialabbau und versuchten Perspektiven zu entwickeln, die dem Kapitalismus u.a. mit der Forderung nach Organisierung und Vergesellschaftung „den Kampf ansagen“ sollen.

Die Demonstration am 1. Mai war Teil einer Kampagne, die bereits im Vorfeld vor allem mit einem Aktionstag am 21. April und einer Podiumsdiskussion am 28. April auf sich aufmerksam macht. Auch in der Podiumsdiskussion wurde unter dem Thema „Krise ohne Widerstand? – Perspektiven linker Intervention“ der Frage nachgegangen, wie emanzipatorische und revolutionäre Inhalte in die Gesellschaft getragen werden können. An der Diskussion beteiligten sich Vertreter der anarcho-syndikalistischen FAU, der Gewerkschaftslinken, …Ums Ganze und der Interventionistischen Linken.

Auch dieses Jahr gelang es ein breites Spektrum der lokalen Linken zu versammeln und zum Teil in die Organisation der Kampagne einzubinden. Dies lässt hoffen, die noch recht junge Tradition des revolutionären 1. Mais in Karlsruhe fortzuführen. Weiterhin gilt es den 1. Mai nicht nur mit den reformistischen Forderungen des DGB, sondern auch mit linksradikalen und konsequentem Anti-Kapitalismus zu besetzen.

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