An der dritten Revolutionären 1. Mai-Demonstration in Karlsruhe beteiligten sich am Dienstag bis zu 300 Menschen. Unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus“ zog die Demonstration im Anschluss an die DGB-Demonstration und Kundgebung vom Werderplatz in die Karlsruher Innenstadt. Schwerpunkt der diesjährigen Mobilisierung war die Kritik an der Abwälzung der Krisenlasten auf die lohnabhängige Bevölkerung und Perspektiven einer linken Organisierung.
Auf ihrem Weg durch die Stadt skandierten die DemonstrantInnen lautstark Parolen gegen Krise, Krieg und für eine klassenlose Gesellschaft. Die Redebeiträge auf Zwischenkundgebungen auf dem Werder-, Ludwigs- und Marktplatz thematisierten die Krise und ihre Auswirkungen sowie den fortschreitenden Sozialabbau und versuchten Perspektiven zu entwickeln, die dem Kapitalismus u.a. mit der Forderung nach Organisierung und Vergesellschaftung „den Kampf ansagen“ sollen.
Die Demonstration am 1. Mai war Teil einer Kampagne, die bereits im Vorfeld vor allem mit einem Aktionstag am 21. April und einer Podiumsdiskussion am 28. April auf sich aufmerksam macht. Auch in der Podiumsdiskussion wurde unter dem Thema „Krise ohne Widerstand? – Perspektiven linker Intervention“ der Frage nachgegangen, wie emanzipatorische und revolutionäre Inhalte in die Gesellschaft getragen werden können. An der Diskussion beteiligten sich Vertreter der anarcho-syndikalistischen FAU, der Gewerkschaftslinken, …Ums Ganze und der Interventionistischen Linken.
Auch dieses Jahr gelang es ein breites Spektrum der lokalen Linken zu versammeln und zum Teil in die Organisation der Kampagne einzubinden. Dies lässt hoffen, die noch recht junge Tradition des revolutionären 1. Mais in Karlsruhe fortzuführen. Weiterhin gilt es den 1. Mai nicht nur mit den reformistischen Forderungen des DGB, sondern auch mit linksradikalen und konsequentem Anti-Kapitalismus zu besetzen.
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Obwohl offensichtlich ist „Die Krise heißt Kapitalismus“, hat es die
Linke in der BRD bisher nicht geschafft aus den vielen theoretischen Debatten über die Ursachen der Krise hinauszukommen.
Der Kampf um eine neue Gesellschaft ist nicht schon morgen zu gewinnen, aber wir sollten endlich anfangen den Kampf um Befreiung und Emanzipation sowie die Entwicklung von kollektivem Widerstand auch im „Herzen der Bestie“ aufzunehmen. Wer, mit wem, wo und wie das gelingen könnte, ist deshalb Thema unserer Veranstaltung zum 1.Mai. Wir haben VertreterInnen linker politischer Strömungen, die in den aktuellen Krisenprotesten aktiv sind eingeladen und erhoffen uns eine interessante und spannende Diskussion.
Mit diskutieren werden Vertreterinnen folgender Strömungen
- FAU
- Gewerkschaftslinke
- Interventionistische Linke
- …Ums Ganze
Samstag, 28.04. – 19 Uhr – Anne-Frank-Haus
Der Aktionstag am 21.04. ist vom Marktplatz auf dem Kronenplatz verlegt worden. Wir freuen uns auf Euch ab 13.30 Uhr.
Seit Jahren jagt eine Krise die Nächste. Ob Finanz- oder Eurokrise, Immobilien- oder Staatsschuldenkri -se. Die EU und Deutschland versuchen panisch eine Rettungsaktion nach der anderen um die Lage in den Griff zu bekommen. Die Lasten dieser Krisen tragen Andere. Nämlich wir, die lohnabhängigen Menschen hier und überall auf der Welt.
Nur gemeinsam sind wir in der Lage, die Angrie auf unsere Lebensbedingungen zurückzuschlagen und die Abwälzung der Krisenlasten abzuwenden. Nur gemeinsam und organisiert können wir die Produktionsmittel enteignen und vergesellschaften und somit unserem Ziel eines befreiten Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ohne Klassengren-zen und Nationen näher kommen.
Gehen wir es an:
Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.
Darum kommt zur revolutionären 1.Mai Demo!
Dienstag, 1. Mai 2012 – 13 Uhr – Karlsruhe, Werderplatz
Demonstration
Die Krise heißt Kapitalismus! – Organisieren! Enteignen! Vergesellschaften!
Vorfeld:
Samstag, 21. April – Aktionstag in Karlsruhe – 14h – Kronenplatz
Samstag, 28. April – Podiumsdiskussion & Konzert im Anne Frank-Haus – 19h
Über 200 Menschen beteiligten sich an der Revolutionären 1. Mai Demonstration in Karlsruhe. Nach der Demo durch die Innenstadt zog sie als antikapitalistischer Block auf der traditionellen DGB-Demonstration weiter.
Die Demonstration fand zum zweiten Mal in Folge statt. In diesem Jahr fand sie aufgrund des Nazi-Großaufmarschs in Heilbronn vor der DGB-Demonstration statt.
Bericht & Bilder auf Indymedia linksunten